Trichinenprobeentahme-Lehrgang, Sept 2012

Jäger, Veterinäre und feinstes Wildbret – eine funktionierende Verbindung!

 

Die deutlich gestiegene Schwarzwildpopulation erfordert eine starke Bejagung durch die Jäger.

Die Forderungen der Bejagung zur Vermeidung von Wildschäden in der Landwirtschaft sind hoch.

Die Jägerschaft im Jagdschutz- und Jägerverein Günzburg stellt sich diesem Problem, auch durch ständige Aus- und Weiterbildungen.

Die Schwarzwildjagd ist bedingt durch die überwiegend nachtaktiven Tiere nicht einfach.

Hinzu kommen strenge gesetzliche Bestimmungen, die der Jäger bei der Jagd beachten muss.

Ist ein Schwarzkittel erlegt beginnt die Arbeit nach dem Schuss.

Jedes erlegte Stück Schwarzwild wird vom ausgebildeten Jäger mehrfach geprüft, ob es als Wildbret zum Verzehr geeignet ist. Beim Aufbrechen, so nennt der Jäger das Ausnehmen eines Tieres, werden die Innereien und der Wildkörper auf Normalität geprüft. Wenn hier keine Anomalien vorhanden sind, wird eine Wildbretprobe entnommen und auf radioaktive Belastung geprüft. Zugleich wird eine Probe für die Untersuchung entnommen, die sicherstellt, dass das Wildfleisch nicht von Trichinen befallen ist. Beide Prüfungen werden von Amts wegen überwacht. Erlegte Schwarzkittel werden mit genormten Wildmarken gekennzeichnet. Begleitpapiere sind zu erstellen, die jedem Wildbretverbraucher die Zurückverfolgung bis zum Erleger zulässt. Alle Untersuchungen und Hilfsmittel werden vom Jäger bezahlt. Die Entnahme und der Transport von Proben zur Trichinenuntersuchung darf nur von einer geschulten und beauftragten Person durchgeführt werden.

Der Jagdschutz- und Jägerverein Günzburg führt alle Untersuchungen und bürokratischen Forderungen im engen Schulterschluss mit der Veterinärbehörde beim Landratsamt Günzburg durch.

Bevor die winterlichen Schwarzwildjagden starten, hat die Jägerschaft eine Ausbildung durchgeführt, die die Teilnehmer befähigt eine Trichinenprobenentnahme fachgerecht durchzuführen.

Als Ausbilder konnte der Leiter des Veterinäramtes Günzburg, Dr. Franz Schmid gewonnen werden.

Wer ein Stück Schwarzwild vom Jäger vor Ort erwirbt, kann sicher sein, dass alle gesetzlichen Hygieneforderungen erfüllt sind. Die Zubereitung liegt dann in den Händen der Köchin oder des Kochs. Viele Jäger kochen auch selbst, fragen sie nach.